Speziallegierungen
Blechtiefziehen
Das Blechtiefziehverfahren besteht im wesentlichen darin, dass eine niedrigschmelzende Speziallegierung (Zinn-Wismut-Legierung) mit einem Schmelzpunkt von 140°C in einem Tiegel verflüssigt und in spezielle Urformen vergossen wird.
Aus Termin- und Kostengründen sind Werkzeuge in konventioneller Bauweise für Vorserienteile und Prototypenteile häufig nicht vertretbar. Dies bezieht sich insbesondere auf die Materialien Aluminium und Messing.
Das Blechtiefziehverfahren bietet sich besonders an, wenn kurzfristig preiswerte Blechtiefziehteile in geringe Stückzahlen benötigt werden.
Weiterhin lassen sich für die Fertigung von schwierigen Prototypenteilen und Musterteilen wichtige Erkenntnisse für die eigentliche Serienproduktion mit Stahlwerkzeugen gewinnen. Die ziehtechnischen Problemzonen können so bereits frühzeitig erkannt werden. Hierdurch können teure Änderungen im Stahlwerkzeug vermieden werden.
Das Blechtiefziehverfahren eignet sich für Bleche aus Aluminium, Kupfer, Messing, Zink, Stahl und rostfreien Stahl. Als Eckdaten für die Verwendbarkeit solcher Formen können bei Stahl 1,5mm und bei Aluminium 3,0mm Blechstärke genannt werden. Die Biege- und Ziehradien sollten hierbei mindestens ein 3-faches bis 5-faches der Blechstärke aufweisen.
Rohrbiegen
Die Legierung MST 70 (Schmelzpunkt 70°C) ist eine niedrigschmelzende Speziallegierung, die als Füllmittel beim Biegen von Rohren und Profilen verwendet wird. Die Biegeradien bilden sich besonders gut aus, da sich die Legierung beim Erkalten ausdehnt und deshalb eine optimale Stützung der Rohrwandung gewährleistet wird. Es können so selbst kleinste Radien faltenfrei gebogen werden. Die niedrigschmelzende Speziallegierung MST 70 ist einfach in der Handhabung und kann ohne Qualitätseinbußen immer wieder eingeschmolzen werden.
Schmelzkerntechnik
Aus Kunststoffen konnten am Anfang nur geometrisch einfache Teile hergestellt werden. Die Schmelzkerntechnik eröffnet hier ganz neue Möglichkeiten. Gewundene Röhren, komplizierte Teile mit innenliegenden Bypasskomponenten sowie fast rundherum geschlossene Hohlräume wie zum Beispiel von Ansaugkrümmern, Schaufelrädern und Pumpengehäuse, all diese sind durch die revolutionäre Schmelzkerntechnik erst möglich geworden. Die Schmelzkerntechnik ist ein Prozeß, bei dem im ersten Schritt aus einer niedrigschmelzenden Speziallegierung (MST 140 - Zinn-Wismut-Legierung) ein Körper gegossen wird, der dem Hohlraum des zu fertigen Teiles entspricht. Dieser Kern wird anschließend in ein Werkzeug eingelegt und mit Kunststoff umspritzt. Danach wird dieser Kern wieder ausgeschmolzen und zurück bleibt das fertige Teil mit seinem definierten Hohlraum. Eine Nachbearbeitung der Teile ist nicht nötig. Die ausgeschmolzene Zinn-Wismut-Legierung kann erneut verwendet werden.
Abschirmung
Auch in der Medizintechnik ist unsere niedrigschmelzende Speziallegierung zum Abschirmen von radioaktiver Strahlung in der Strahlentherapie einsetzbar. Da das zu bestrahlende Volumen selten oder fast nie viereckig ist, werden aus unserer niedrigschmelzenden Speziallegierung für jeden Patienten individuell geformte Blöcke gegossen. Diese Blöcke werden dann gezielt in den Strahlengang eingebracht und schützen so die gesunden Bereiche, die nicht bestrahlt werden sollen (Ausblenden von radioaktiver Strahlung). Durch diese Abschirmung ist es möglich, die Strahlenbelastung für den Patienten deutlich zu reduzieren.

Lieferprogramm
Giessharze und Füllstoffe
Wir verfügen über eine Vielzahl von unterschiedlichen Formenbaumaterialien, die hervorragend für den Vorrichtungsbau sowie für den Formenbau geeignet sind.
Giessharze (Polyurethan-Giessharze, Epoxid-Giessharze, Acryl-Giessharze)
Füllstoffe (Aluminiumpulver, Aluminiumgranulat, etc.)
Grundierungen, Trennmittel
Modellbauplatten
diverses Zubehör
Sollten sie weitere Formenbaumaterialien benötigen, die Sie nicht in unserem Lieferprogramm finden, dann übermitteln Sie uns schriftlich Ihre Anfrage. Gerne werden wir für Sie tätig!

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